Mittelmeerreise… August - September 2014

Wie wird das Wetter? Das war eine der meist gestellten Fragen an den Tagen vor unserem Urlaub. Die Apps wurden zum Orakel von Delphi: Alles ist möglich, also nicht verrückt machen lassen!

So kam der Tag der Abreise: Essen - Düsseldorf. Wir fuhren den altbekannten Weg zum Autozug. Ganz entgegen dem Andrang früherer Jahre, standen nur einige wenige Moppeds und Autos am Eingang. Nach Nennung unseres Reiseziels wurden wir zügig abgefertigt. Für ein kurzes Gespräch mit einem holländischen Paar blieb aber noch Zeit.

Sie fahren eine AJS Matchless 500ccm, natürlich als Holländer mit Anhänger. Meine Frage, ob darin Küche und Schlafzimmer sei, wurde mit einem Grinsen bejaht. Die AJS war etwas überarbeitet, so dass sie den Anforderungen gerecht wurde. „Eine Maschine kann nicht einzylindrig genug sein“, so der Fahrer, der einen wissenden Eindruck machte.

Wir mussten nun, nachdem meine Boxen abgebaut waren, zum ICE nach München. Denn anders als in früheren Jahren, reisen wir getrennt. Nein, nicht Brigitte und ich, sondern die DUC’s und wir. Autozug 2.0, oder so ähnlich.

„Darf ich Ihnen etwas zu trinken bringen und etwas zu lesen“ waren die Worte der Zugbegleiterin. Nicht übel und der Preis war auch in Ordnung. Also morgen früh kein pappiges Hörnchen und keine Streichwurst mit allen E`s, die es gibt. Keine Rumpelei, keine Waggontoilette, keine harten Pritschen, keine Kletterei, keine Verladung, also alles das, was Autozug ausmacht, fehlt. Sondern fünf Stunden Zugfahrt, dann ins Hotel Creatif Elefant am Münchener Hauptbahnhof. Die bittere Pille: das kostet natürlich extra, aber man gönnt sich ja sonst (fast) nichts.

Nach fünf Stunden und etwas erreichten wir den Hauptbahnhof in München und kurz darauf checkten wir ein. Ganz nett, aber nicht überwältigend, jedoch günstige Lage zur Innenstadt. Also auf in die Innenstadt. Stachus, Karlsplatz, Neuhauser Straße, Kaufinger Str., im Franziskaner hatten wir einen Platz draußen bekommen. Es war warm geworden und viele Leute sind unterwegs. Zu unserem Erstaunen liefen viele Vollverschleierte an uns vorbei. Sie führen Taschen diverser Edelmarken mit sich. Wir genießen das bayrische Essen und Trinken. Kurzum ein schöner erster Urlaubstag.

Wir beschließen noch einen kleinen Spaziergang zu machen, Dallmayer Prodomo kennen wir aus der Werbung. Wir wollten es live sehen, wanderten um die Frauenkirche und fanden das Haus. Auch sahen wir ein Paar, bei dem der Mann so aussah wie Gerd Bock, ein ehemaliger Arbeitskollege von Brigitte. Nach mehrfachem, teils lautem Rufen, drehten sich beide um und unsere Augen haben sich nicht getäuscht. Nach „Hallo, was macht ihr denn hier?“ und entsprechender Antwort tranken wir ein oder zwei Überraschungsbiere. Die Welt ist ein Dorf ist unsere einhellige Meinung.

Eine gute Nacht gehabt, ein sehr gutes Frühstück, die Sachen gepackt und auf zum Bahnhof zu den DUC´s.

Mittelmeerreise… August - September 2014

Es ist trocken und im Stadtverkehr schwimmend, fahren wir auf die Bahn: Richtung GAP.  Zirler-Berg talwärts haben wir den Regen erreicht. Eine Pause mit Suppe und Warmgetränk, dann hinein in die Gummiwaren. Auf der alten Brennerstraße, kurz hinter Innsbruck war es wieder trocken, aber der Himmel deutet auf Tränen. Vor dem Pass noch einmal Feuchte, das war`s.
Aber nun nervt der endlose Verkehr. Wir bleiben mit zweifelhaftem Erfolg auf der Bundesstraße bis zur Mautstelle in Sterzing. Es ist mittlerweile 16:00 Uhr, schlappe 200 km weit gefahren oder geschlichen, der A.. tut weh und unser Ziel die Alpenquerung können wir uns abschminken.
Denn wir hatten ein B & B bei Belluno reserviert. Samstage auf der Brennertrasse fressen Pläne auf. Aber es gibt immer einen Plan „B“. Olang „Hotel Moarhof“ heißt der. Ein zugegebener Maßen, teures Zauberwort. Wir nutzen die hoteleigenen Möglichkeiten ausgiebig, sprich Schwimmbad mit Massagedüsen. Abends das gute fünf Gangmenü.

Der nächste Morgen ca.7 Grad, aber trocken und die Aussichten sind nicht schlecht, no rain!
Die Alpenquerung erfolgt auf legere Weise: Toblach Ss 51, Cortina d’ Ampezzo, Ponte n. Alpi, Vittòrio Véneto, Porto Gruaro, Triest.

Zwischendurch an einer Raststätte stellte ich, zu unser aller Verblüffung fest, dass mein Garmin die Länder des Balkans nicht kannte. Wie kann das? Heute, nachdem ich eine Micro SD Speicherkarte mit acht GB installiert habe, weiß ich warum. Der vorhandene Speicherplatz war schlicht zu klein, um ganz Europa aufzuspielen. No Panik, ich hatte, für den Fall des Falles, Kartenmaterial dabei. Der Weg zu Anita in Selcé ist mir noch im Gedächtnis. Ein kurzer Schlenker hinter Triest und wir sind wieder auf der richtigen Route. Auf dem Weg durch Slowenien drehen sich in Lokandas verführerisch Spanferkel am Spieß, aber es ist noch zu früh. Mittlerweile liegen die Temperaturen im Wohlfühlbereich. 

 

Mittelmeerreise… August - September 2014

Vom Grenzübergang SL -  HR ist es nicht mehr weit bis Selcé. Die neue Brücke ist fertig, so dass wir nicht mehr die Abfahrt ins Nichts nehmen müssen. Für die, die dort noch nicht waren, es war eine 270° Abfahrt in ca. 80 Metern Höhe, ohne Blickkontakt zur Erde. Entspannt erreichten wir unser Ziel: Anita!

Wir haben eine besondere Beziehung zu ihr, bedingt durch Brigittes Mittelhandknochenbruch vor einigen Jahren. Wir fühlen uns hier wohl und alles ist wie immer. Was will man mehr,  doch wir wollen morgen Neuland betreten.

Die Fähre fährt am späteren Nachmittag von Rijeka nach Dubrovnik. Ich hatte das Ticket nur in elektronischer Form auf meinem Handy, dieses bereitete mir etwas Sorge, aber unbegründet.

Wir stehen hier vor der Fähre nach Dubrovnik und haben noch etwas Zeit. Eine Moto Guzzi  Familie - zwei Mal V11 mit und ohne Beiwagen nebst Windhund und Kind - fahren nach Split.

Ein Paar mit BMW, ein Einheimischer mit Honda und ein Fahrradfahrer. Zum Schluss kam noch eine Altmännergruppe auf, na’ was wohl, richtig, mehreren Haufen Eisen an. Es freut mich immer, wenn meine Klischees sich bewahrheiten.

Das Schiff älterer Bauart, aber ohne Ruderplätze, war familiärer als die großen Ferry’s nach Italien. Unsere Doppelkabine war ok; alles andere auch. Leckeres Abendessen und süße Träume.

Der nächste Morgen zeigte uns die Inselwelt der Kornaten: Hvar, Korcula und Mlet

 Mittelmeerreise… August - September 2014
 Mittelmeerreise… August - September 2014
 Mittelmeerreise… August - September 2014
 Mittelmeerreise… August - September 2014
 Mittelmeerreise… August - September 2014
Mittelmeerreise… August - September 2014

Am späten Nachmittag fuhren wir Dubrovnik an, zu erkennen an seiner charakteristischen Brücke. Die gut ausgeschilderte Ausfahrt führte uns über eben diese nach Slano, ca. 35 km entfernt. Anita hatte für uns ein Sobe (Zimmer) fest gemacht. Erst war ich etwas angesäuert, ob der Entfernung. Aber eingetroffen und nach dem ersten Rundgang: ein Knaller. Sowohl die ortsansässige Konoba, als auch  das morgendliche Frühstück mit selbst gemachter Zitronenlimonade (ich hoffe mit nicht soviel Zucker) waren ein kulinarisches Highlight.

Was folgte am nächsten Tag, war der Ausflug nach Dubrovnik:

Nach drei Stunden Stadtbummel inclusive einer Pause bei 34°C war es Zeit für die Rückfahrt nach Slano. Mit Stadt- und Überlandbus waren wir eine Stunde unterwegs. Es gefiel uns durch das Menschen- und Gassengewirr gefahren zu werden.

Morgen nun würde die Reise ins Unbekannte beginnen. Das bekannt gute Frühstück bereitete uns beim besteigen der Mopeds leichte Schwierigkeiten. Es konnte losgehen; die Tankanzeige signalisierte Leere. Volltanken und dann Richtung Montenegro. Hinter Dubrovnik noch einige Kilometer, Grenze, grüne Versicherungskarte und Schwarze Berge. Grenze Kroatien - Montenegro

Mittelmeerreise… August - September 2014

Eine kurze Pause in einem „Motorradcafé“ mit W-LAN. Erste Mails wurden versendet und empfangen, alles ganz normal, wie die Straßen. Praktischer weise  können wir in €’s bezahlen, allerdings auch auf moderatem € Niveau.

Vor uns lag die Küste bei Herceg Novi.

Dann fuhren wir in den Fjord von Kotor ein. Ich wollte nicht den ganzen Fjord fahren, deshalb nahmen wir die Fähre von Kamenari nach Lepetane.

Es gibt da noch einen Tunnel nach Kotor hinter Tivat, aber bei 33°C wollte ich nun doch nicht durch die Stadt fahren. Und so erreichten wir die Küstenstädte Budvar, Petrovac, Barund Ulc.

In Ulcini wurden die DUC´s noch einmal betankt; man weiß ja nie. Wir näherten uns der Grenze nach Albanien Was wird uns erwarten?

Eine ganz normale Grenze, gleiches Procedere. wichtigstes Dokument ist die grüne Versicherungskarte. Nach kurzer Kontrolle konnten wir einreisen. Alles normal?  An der Grenze lagern Sinti oder Roma. Ein führerloses Pferd galoppierte uns auf der anderen Fahrbahnseite entgegen. Das war es aber schon. Die Straßen sind im allgemeinen gut.

Mittelmeerreise… August - September 2014

Wir hatten im Reiseführer gelesen, wenn man es ruhig haben möchte, dann solle man in Shiroka am Shkodrasee übernachten. Ich sah die Abzweigung und wir fuhren dorthin. Leider, Gott sei dank, wird die Straße erneuert. Sie ist jetzt gesperrt, aber niemand scherte sich darum, wir auch nicht. Als Konsequenz fuhren wir über drei Kilometer Straßenbaustelle. Einige SUV´s überholten uns hupend und winkend. Übrigens ist die SUV-Dichte in Albanien am höchsten in Europa. Wie die das wohl schaffen? Am Dorfrand wird die Straße besser und wir fanden ein schönes Hotel mit Restaurant am See.
Eine Duschung unsererseits und ein Abendspaziergang folgten.

Im Restaurant trafen wir Lutz und Helga aus Andernach, die auch mit Krädern unterwegs sind, allerdings Offroad. Das führte, wie wir später im Netz unter ihrem blog „Feldweg-Streuner“ erfahren haben, zu einer Ausfallquote von 75%. Am nächsten Morgen frühstückten wir gemeinsam und dann trennten sich unsere Wege.

Wir fuhren über Leizha, Dürres incl. einer Stadtrunde, Flora nach Orikum. Die Fahrt führte über langweiliges Schwemmland und es war ziemlich warm. Ein bis zwei Coffeinpausen waren nötig. Schnell fanden wir ein Hotel am Strand vom Orikum (nicht Ibiza)

Nette Besatzung, das Hotel ist ein Holzbau. Zur Zeit der Ankunft ist unser Zimmer very hot, aber nach Sonnenuntergang doch ganz erträglich und mit Klimaanlage sehr erträglich.

Ein kleiner Rundgang am Strand mit einem Bier sorgte für Entspannung. Wir belohnten uns mit einem Superabendessen.

Mittelmeerreise… August - September 2014

Der nahe gelegene Ort an sich ist unansehnlich, er bietet einen Geldautomaten und eine Tankstelle, die wir dringend benötigten. Am nächsten Morgen erwartete uns der Llogara-Pass. Nach einer schönen Anfahrt erlebten wir dann doch eine derbe Überraschung:

Nein, kein Schnee, sondern die Straßenführung und der Belag lassen doch zu wünschen übrig. Wir meisterten die Auffahrt und besonders Brigitte gilt meine Bewunderung!!!
Vom Scheitelpunkt genießen wir nun sehr schöne Ausblicke.
Unten angekommen hatten wir eine Pause nötig und schauten zurück.

Von nun an verläuft die Straße parallel zur Küste mit vielen schönen Kurven. Wir fuhren durch einige Orte, die vielleicht doch zum Verweilen einladen. Aber irgendwie zog  uns Griechenland wie ein Magnet an, sodass wir dieses Land ein zweites Mal bereisen werden.

An einer Kotelettfabrik machten wir eine Pause und bestellten uns einen Salat und etwas zu trinken. Dieses wird Folgen haben, später. Saranda und Butrint sind die nächsten Orte. In Saranda einer Boomtown, die von Butrint und der Nähe zu Korfu seit Jahren profitiert, wurde der Tank noch einmal gefüllt und dann ging es auf einer gut ausgebauten Straße nach Butrint. Dort überquerten wir den Fluß, ohne uns die gut erhaltenen Ruinen angeschaut zu haben.

Die letzten Kilometer in Albanien, die es in sich haben sollten. Aber auch das haben wir gemeistert. Nach einem Kaffees spricht Brigitte etwas von einem Sonnenstich und das ihr schlecht sei.

Aber Sonnenstich und Helm, na ich weiß nicht. Wir tranken noch einmal Wasser und fuhren dann zur albanisch-griechischen Grenze. Auch dort kein Grund zur Klage. Wir rollten von dort über Igoumenitsa nach Plataria. Wir setzten uns an die Strandpromenade und Brigitte’s „Sonnenstich“ erwies  sich als Magen und Darminfektion. Während ich eine Bleibe suchte, entledigte sie sich ihres Magen-u. Darminhalts auf dem schnellsten Weg. Der Rest des Tages verbrachte sie im Bett und am folgenden Tag rührte sich mein Darm auch.

Aber am Abend sind wir wieder gut drauf. Wir beschlossen noch eine Nacht bei Alexandros zu bleiben. Dann fuhren wir in Patras über die neue Brücke auf den Peleponnes nach Kourouta. Die Nacht wurde begleitet von schweren Gewittern und Regen, dem wir am Vortag erfolgreich ausgewichen sind. Wir fanden ein schönes Zimmer. Ein nahes Restaurant bot Nachtmahl und Frühstück.

Morgens besuchten wir den Strand und meinten wir seien in Holland. Noch dreieinhalb Stunden Fahrt und wir erreichten Agios Nikolaos, unser südlichster Punkt der Reise und Wendepunkt. Bei Georgios fanden wir keinen Platz. Wir fuhren ein Stück zurück und fanden dann unser Apartment. Wir haben nur wenige Meter zum Meer und fühlen uns hier sehr wohl. Den  Jahreswechsel, so beschließen wir, werden wir hier, in Tonias Haus zu verbringen. Die schönen warmen Tage, die lauen Sommerabende, es war herrlich. Tags erkundeten wir Bekanntes und Unbekanntes. Es gibt ein neues Kafenion in Ag. Dimitrios, dort wo alle, laut Tonia, miteinander verwandt sind.

 Mittelmeerreise… August - September 2014
 Mittelmeerreise… August - September 2014

Abends liefen wir ins Dorf zur Taverne und tauchten ein in „unser Griechenland“, so wie wir es seid über 30 Jahren kennen und lieben. Nach sechs Tagen heißt es „kalo taxidi“ (gute Reise)

Die kleine Inspektion mit Ketten ölen, brachte die endgültige Gewißheit, dass die Gabel meiner DUC undicht war. Wie der Name sagt: Öhlins. Nach kurzer Recherche im Netz beschlossen wir, DUCATI Rimini einen angekündigten Besuch zu machen. „Si“ sagte der Meccanico, wir können kommen, aber bitte pünktlich; Donnerstag 11.09.2014 um 9:30 und per Mail bestätigt. Komisches Datum!

Die Rückfahrt war, wie Rückfahrten so sind. Ohne besondere Vorkommnisse erreichten wir das Schiff in Patras. Dort sehen wir solche:
Ein WOMO aus Torino hatte sich auf den Rücken gelegt. Wie das geschah, niemand weiß es.

 Mittelmeerreise… August - September 2014
 Mittelmeerreise… August - September 2014

Wir lernten ein Paar mit einer Triumph Bonneville kennen, denen wir auf der Rückfahrt schon mehrfach begegnet waren. Auf dem Schiff vertrieben wir uns die Zeit mit Gesprächen und Anekdoten. Sie leben in Würzburg und sind früher mit ihren zwei Kindern und einer V-Max mit Seitenwagen durch den Süden gekurvt.

Nach einer Verzögerung von einer Stunde, konnten wir auf das Schiff. Wir bezogen unser Dormitori, eine sechs Bettkoje. Es gab nichts anderes mehr zum Zeitpunkt der Buchung. Für eine Nacht ist es ok. Am späten Nachmittag erreichten wir Ancona. Die Stadt empfing uns mit Wolkenbruch, Verkehrschaos, gesperrter Autobahnauffahrt und Stau. Es hatte aufgehört zu regnen. Ab Pesaro ging es auf die Autostrada. Dort fuhren wir ein Stück mit Andreas und Sybille zusammen, bevor sich unsere Wege in Rimini-Nord trennten. Das Hotel Ambra in Cesenatico erwartet uns schon. Dort wurden wir, wie immer sehr freundlich empfangen. Wir haben Hunger und gingen ungeduscht zur Pizzeria unseres Vertrauens. Müde sanken wir - jetzt geduscht - ins Bett. Am nächsten Morgen erwartete uns DUCATI Rimini. In Cesenatico zurück, liefen wir durch den Ort und fühlten uns wie in Holland. Es ist grau und windig. Am Hafen tranken wir Cappuccino, kauften Aglio  und haben Spaß.

 Mittelmeerreise… August - September 2014
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Die Rückfahrt war, wie Rückfahrten so sind. Ohne besondere Vorkommnisse erreichten wir das Schiff in Patras. Dort sehen wir solche: Ein WOMO aus Torino hatte sich auf den Rücken gelegt. Wie das geschah, niemand weiß es.

Abends aßen wir im Hotel und gingen früh schlafen, denn am nächsten Tag standen 450-500 Autobahnkilometer auf dem Programm.

Der nächste Morgen erwartete uns mit Regen, der sich aber bald verabschiedete und uns für diesen Tag in Ruhe ließ. Müde und kalt kamen wir gegen 18:00 Uhr Kohlsass an, einem Dorf in der Nähe von Schwaz.  Unsere Herberge ist ein alter Bauernhof.

Das Restaurant im Nachbardorf erreichten wir zu Fuss und so konnten wir ein, zwei leckere Biere trinken. Zurück versanken wir bald, trotz nicht ganz leiser Gastarbeiter, in tiefen Schlaf. Am nächsten Morgen servierte uns die Bäuerin ein tolles Frühstück. Mit uns frühstückte eine junge Familie mit zwei Kindern aus dem Salzkammergut (da kann man gut lustig sein). Sie waren in Sardinien und hatten noch drei Stunden Fahrt vor sich.

 Mittelmeerreise… August - September 2014
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Der nahe gelegene Ort an sich ist unansehnlich, er bietet einen Geldautomaten und eine Tankstelle, die wir dringend benötigten. Am nächsten Morgen erwartete uns der Llogara-Pass. Nach einer schönen Anfahrt erlebten wir dann doch eine derbe Überraschung:

Nein, kein Schnee, sondern die Straßenführung und der Belag lassen doch zu wünschen übrig. Wir meisterten die Auffahrt und besonders Brigitte gilt meine Bewunderung!!!
Vom Scheitelpunkt genießen wir nun sehr schöne Ausblicke.
Unten angekommen hatten wir eine Pause nötig und schauten zurück.

Von nun an verläuft die Straße parallel zur Küste mit vielen schönen Kurven. Wir fuhren durch einige Orte, die vielleicht doch zum Verweilen einladen. Aber irgendwie zog  uns Griechenland wie ein Magnet an, sodass wir dieses Land ein zweites Mal bereisen werden.

An einer Kotelettfabrik machten wir eine Pause und bestellten uns einen Salat und etwas zu trinken. Dieses wird Folgen haben, später. Saranda und Butrint sind die nächsten Orte. In Saranda einer Boomtown, die von Butrint und der Nähe zu Korfu seit Jahren profitiert, wurde der Tank noch einmal gefüllt und dann ging es auf einer gut ausgebauten Straße nach Butrint. Dort überquerten wir den Fluß, ohne uns die gut erhaltenen Ruinen angeschaut zu haben.

Die letzten Kilometer in Albanien, die es in sich haben sollten. Aber auch das haben wir gemeistert. Nach einem Kaffees spricht Brigitte etwas von einem Sonnenstich und das ihr schlecht sei.